Köchin müsste man sein

So wie Melanie, die kocht aber nicht vor Wut,
sondern vor Begeisterung

„Was möchtest du jetzt eigentlich machen?“ Melanie saß mit ihrem Vater gemütlich auf der Terrasse, als er sie mit der Frage konfrontierte. Es lag kein Vorwurf darin, schließlich ist Melanie bereits gelernte Hotel- und Gastgewerbeassistentin. Aber sie hatte das Gefühl, es fehlte noch etwas. Und wahrscheinlich spürte ihr Vater das auch. „Ich will Köchin werden!“ Zielstrebigkeit und Selbstbewusstsein stehen sich bei Melanie in nichts nach. Darum macht sie jetzt noch eine Ausbildung zur Köchin. Was sie dazu bewogen hat und wie sie zum Thema Lehre im Tourismus steht? Lest selbst.

1. Warum gefällt dir die Arbeit als Köchin?

Ich sage immer, beim Essen kommen die Leut‘ zusammen. Es macht richtig Spaß, dafür verantwortlich zu sein, dass die Gäste einen schönen Abend und eine Gaudi haben. Seitdem ich im Gastgewerbe arbeite, sehe ich mich daher gerne als eine Art Genussmanagerin. Der Begriff ist mir noch von meiner Prüfung zum Jung-Sommelier und zum Sommelier Österreich hängengeblieben. Egal ob du an der Rezeption, im Service oder in der Küche stehst, es geht immer um die Verantwortung, den Menschen eine gute Zeit zu bereiten. Wenn sie mit einem Lachen kommen und mit einem Strahlen wieder rausgehen – das ist die schönste Bestätigung in meinem Job als Köchin. Und noch dazu kommt, dass Köchin ein wahnsinnig kreativer Beruf ist. Denk nur an die Vielfalt der Gerichte, die wir zubereiten. Wenn du dazu noch leidenschaftlich bist, kannst du extrem viel erreichen. Gerade bei uns in Tirol.

2. Was sind die Vorteile der Lehre?

In jeder Lehre lernst du für’s Leben. Meine Mutter sagt immer, dass ich schon durch die erste Lehre erwachsener geworden bin. Damals bin ich richtig aufgeblüht und ich glaube, seitdem ich die Ausbildung zur Köchin mache, sogar noch mehr. Man verdient zudem sein eigenes Geld und bekommt früh Verantwortung übertragen – das ist in jungen Jahren schon etwas Tolles. Mich faszinieren touristische Berufe und die Welt der Gastronomie. Darum entschied ich mich, mir eine Lehrstelle zu suchen. Meine Eltern habe ich dann vor vollendete Tatsachen gestellt. Seitdem muss ich mir keine Sorgen mehr um meine berufliche Zukunft machen. Denn in unserer Branche und besonders als Köchin findest du immer einen Job. Und wenn du im Tourismus lernen willst, hast du in Tirol die besten Chancen.

3. Warum hast du dich gegen die Schule entschieden?

Die Schule hat mich irgendwann angezipft. Ich bin da nicht mehr gerne hingegangen und musste in der Früh aus dem Bett geworfen werden. Jetzt stehe ich total gerne auf. Ich war auch nie der Meinung, dass jeder die Matura machen und Akademiker werden muss. Da haben mir meine Eltern zum Glück auch keinen Druck gemacht. Ich glaube die beiden hätten zwar nie gedacht, dass ich gleich zwei Ausbildungen abschließe und dann auch noch Köchin werde. Aber ich war schon immer zielstrebig und selbstbewusst. Da musste ja etwas Gutes bei rauskommen. 😉 Darum rate ich auch allen: Zieht einfach euer eigenes Ding durch.

Du findest Melanies Weg total spannend oder spielst schon mit dem Gedanken, eine Lehre als Koch/ Köchin zu machen? Vielleicht machen dir diese 5 Gründe zusätzlich Mut.

Sei kein Gefangener der Vergangenheit:
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