Ausbildung statt Schule

So wie Lara, die sich umentschied & sich damit absolut wohlfühlt.

Die Schule ist nichts für dich? Zuerst mal: das ist völlig okay. Auch Lara hat sich in der 6. Klasse BORG neu orientiert und beschlossen, dass sie lieber eine Lehre machen möchte. Durch den Wunsch ins Ausland zu gehen, hat sie sich für eine Lehre im Gastgewerbe entschieden. Wie die 19-Jährige dazu kam, die Ausbildung zur Hotel- und Gastgewerbeassistentin zu machen, wie ein Arbeitstag so aussieht und was für sie das Beste am Job ist, lest ihr hier.

Wie kam es, dass du die Ausbildung zur Hotel- und Gastronomieassistentin begonnen hast?

Als es mir in der Schule nicht mehr so gut ging, habe ich überlegt, was ich sonst machen könnte. Da ich irgendwann ins Ausland möchte, kam mir die Idee im Gastgewerbe zu arbeiten und in diesem Bereich eine Ausbildung zu machen. Und so habe ich mich dann bei ein paar Hotels und Restaurants beworben – unter anderem auch hier im Goldenen Alder. Zuerst wollte ich nur an der Rezeption arbeiten. Also die Lehre zur Hotelkauffrau machen. Einfach weil ich nicht wusste, ob mir die Arbeit im Restaurant taugt. Aber im Vorstellungsgespräch hat mir mein jetziger Chef die verschiedenen Lehrberufe erklärt. Bei der Lehre zur Hotel- und Gastronomieassistentin sieht man die Arbeit in der Küche, im Service und an der Rezeption. Gleichzeitig schließt man die Lehre mit zwei Ausbildungen ab. Das ist natürlich ein großer Vorteil und eine Chance.

Wie war der Start in deine Ausbildung?

Hier im Goldenen Adler starten alle Lehrlinge im 1. Lehrjahr immer im Restaurant, also im Service. So lernt man die ganzen Abläufe kennen.  Mein erster Arbeitstag war im August – also in der Hochsaison. Das war natürlich nicht leicht, weil einfach nicht genügend Zeit blieb, um mir jeden einzelnen Schritt genau zu erklären. Ich habe mich am Anfang auch nicht getraut den Schlitten zu tragen. Dieses riesengroße Tablett mit den ganzen Tellern drauf, das auf der Schulter abgestützt wird.  Weil es so schwer war, hab ich mir gedacht, ich krieg das nie hin. Aber am 3. Tag habe ich den Schlitten schon getragen und heute ist das ein Klacks für mich.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

90 Prozent meiner Arbeitszeit bin ich an der Rezeption. Gerade habe ich immer Spätdienst, also arbeite ich von 15.00 bis 23.00 Uhr. Ich komme immer eine halbe Stunde früher damit ich keinen Stress habe. Dann kann ich mit meiner Kollegin die Übergabe machen. Sie erzählt mir, was am Tag so passiert ist. So kenne ich mich dann aus und weiß zum Beispiel welcher Gast seinen Koffer an der Rezeption abgestellt hat. Dann schaue ich mir die E-Mails durch und beantworte die Anfragen. Meistens rufen auch Gäste an, um für den Abend einen Tisch im Restaurant zu reservieren. Und nebenher wickle ich die Check-ins ab. Später am Abend, wenn die Gäste essen, unterstütze ich dann im Service. Diese Abwechslung zwischen Computer und Gästekontakt im Restaurant finde ich total gut. Mir gefällt das an meiner Ausbildung.

Was denkst du, sind in deinem Beruf Herausforderungen? 

Für mich persönlich wäre es sicher schwierig in einem Team zu arbeiten, indem man sich nicht versteht. Ich mag alle meine Arbeitskollegen und das ist mir auch sehr wichtig. Weil man sich einfach wohlfühlen muss, sonst überträgt man dieses ungute Gefühl auf die Gäste. Und die stressige Anfangszeit meiner Lehre, glaube ich, hätten nicht alle durchgehalten. Ich habe es aber verstanden, warum keine Zeit für Erklärungen blieb.

Was ist das Beste an deinem Beruf?

Eigentlich bin ich ein sehr schüchterner Mensch. Durch die Ausbildung habe ich aber begonnen mehr zu reden und das Gespräch zu suchen. Ich hätte mir nie gedacht, dass mir der Kontakt mit den Gästen so gefällt. Mittlerweile fühle ich mich manchmal sogar etwas einsam an der Rezeption. J Und wenn ich die Gäste anlächle, dann kommt auch meistens ein Lächeln zurück. Das kann einem den Tag richtig versüßen. Ich habe auch schon Geschenke von den Gästen bekommen, weil ich ihnen weitergeholfen oder für sie etwas organisiert habe. Das kann einfach den ganzen Tag besser machen. Dafür lohnt es sich auch, im Tourismus zu arbeiten.

Wie geht es für dich nach der Ausbildung weiter?

Meine Lehrabschlussprüfung findet in einem Jahr statt. Danach werde ich meinen Traum vom Ausland verwirklichen. Ob es dann irgendwo auf Saison oder auch am Schiff ist, werde ich noch sehen. Aber auf alle Fälle möchte ich die Chance nutzen, mir die Welt anzuschaun.

 

Du spielst auch mit dem Gedanken, eine Lehre im Tourismus zu machen und findest Laras Weg total spannend? Vielleicht machen dir diese 5 Gründe zusätzlich Mut.

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